R auf dem Raspberry Pi installieren

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schubbiaschwilli
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Re: R auf dem Raspberry Pi installieren

Beitrag von schubbiaschwilli »

Athomas hat geschrieben: So Feb 11, 2024 4:56 pm
Der Vergleich ist natürlich dann unfair, wenn Ihr nicht die openBLAS installiert habt - vielleicht holt das ja der ein oder andere nach...
Um mich mal selbst zu zitieren - die gute Performance des Raspi bei diesen Matrixberechnungen ergibt sich natürlich zu einem großen Teil aus der Parallelverarbeitung der verwendeten openBLAS-pthread!
Gibt es eine Installationsanleitung für dieses openBLAS? Hab' zwar was gefunden, aber...
schubbiaschwilli
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Re: R auf dem Raspberry Pi installieren

Beitrag von schubbiaschwilli »

bigben hat geschrieben: So Feb 11, 2024 4:07 pm Ich kenne mich mit CPUs und mit Benchmarking nicht aus. Dass bei R immer nur die single-core Performance zählt leuchtet mir aber nicht ein. Wenn ich data.table starte sagt es mir ungefragt, wieviele Kerne es zu verwenden gedenkt.
Das mag in deinem Fall gelten. Ich nutze ja sehr viele Dinge, die auf externen Paketen basieren - Bspw. LIBSVM (https://en.wikipedia.org/wiki/LIBSVM bzw. https://thepathisthegoalblog.wordpress.com/tag/svm/) oder Optim, was ja LINPACK ist ( https://thepathisthegoalblog.wordpress. ... ld-friend/ bzw. https://thepathisthegoalblog.wordpress. ... ity-model/ )
Was übrigens Python und julia auch tun, und momentan hänge ich aber eher an Problemen mit der numerischen Integration (die auch über Fortran läuft), was bspw. bei julia schlecht umgesetzt wurde - Aber das ist ein anderes Thema, und nur zur Frage, warum ich nicht immer julia nutze, obwohl es schon schneller ist.
Aber an dieser Stelle habe ich kein Problem, da ich einfach mehrere Batches mit meinem R-Code starte und diese parallel laufen lasse - Dies ist auch der Grund, warum ich Access nutze, im Prinzip mache ich ein Grid-Search, und in der Datenbank sind die einzelnen Aufgaben hinterlegt, und jeder der Batches geht also auf die Datenbank, nimmt sich eine Aufgabe, setzt ein Flag, dass diese Aufgabe gerade bearbeitet wird, und wenn der Batch mit dieser Aufgabe fertig ist, werden die Ergebnisse weggeschrieben und der Batch nimmt sich die nächste Aufgabe - So kann ich meine Workstations mit zig Kernen effizient nutzen.
Athomas
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Re: R auf dem Raspberry Pi installieren

Beitrag von Athomas »

Gibt es eine Installationsanleitung für dieses openBLAS? Hab' zwar was gefunden, aber...
Du bist ja offensichtlich Windows-Nutzer - ich habe mich heute zufällig mal umgeschaut, weil ich festgestellt habe, dass ich auf meinem Windows 11 Laptop noch die Standard-Bibliotheken laufen hatte. Die Recherche war nicht besonders erfreulich, es gab eine bequem scheinende Lösung, bei der die beschleunigten DLLs umbenannt und dem System als Standard-DLLs untergeschoben wurden. Das war mir nicht besonders sympathisch, hat aber funktioniert - abgesehen davon, dass das System glaubte, immer noch auf die Standard-Bibliotheken zuzugreifen und das auch so bei sessionInfo() vermeldete...

Weil ich ja eh die (hier durchaus umstrittene :D ) Meinung vertrete, dass Linux viel besser zu R passt, habe ich dann WSL mit Ubuntu 22.04 installiert (hört sich schlimm an, ist aber kein Akt!) und darauf dann den guten RStudio Server, den ich jetzt im Browser unter Windows benutze. Das Ubuntu-R habe ich direkt zusammen mit openBLAS installiert...
schubbiaschwilli
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Re: R auf dem Raspberry Pi installieren

Beitrag von schubbiaschwilli »

Athomas hat geschrieben: Mo Feb 12, 2024 10:44 pm Du bist ja offensichtlich Windows-Nutzer
(...)
Weil ich ja eh die (hier durchaus umstrittene :D ) Meinung vertrete, dass Linux viel besser zu R passt (...)
Also ja, natürlich bin ich hauptsächlich mit Windows unterwegs - Ich hab' mal (oh, Jahre her...) hauptsächlich mit Ubuntu gearbeitet, aber spätestens, als ich im Zweitstudium mit SAS gearbeitet habe, und dann Ausgaben im Word-Format hatte, und OpenOffice das nicht richtig darstellen konnte bzw. die Plots einfach nicht dargestellt wurden, und das ohne Fehlermeldung, und ich dann irgendwie auf die Idee kam, mir den Word-Viewer runterzuladen und mir das da mal anzuschauen... Und dann war WINE damals auch noch nicht so gut wie heute bzw. heutzutage macht man das mit einer virtuellen Maschine, und das läuft ja ganz gut.

Du siehst, ich bin da kein Fanboy in irgendeiner Richtung - Es gibt bestimmt nette Software für Win oder Linux, und das eine Betriebssystem ist bestimmt an der einen Stelle schöner, und das andere an einer anderen Stelle... Aaaber: Keiner meiner Rechner kann Win11, und ich weigere mich, die Dinger auf den Schrott zu werfen. Ich bin also schon am Schauen, wie ich nächstes Jahr (gegen Ende des nächsten Jahres wird der Support für Win 10 eingestellt) meinen Kram auf Ubuntu umziehe - Ich hab' einen Laptop auf Ubuntu laufen, und wollte schon mit dem Rest umziehen, aber es hing dann an einem ODBC-Treiber für Access... Das wäre die einfachste Lösung gewesen...
Zudem Office... Die neuen Versionen sind nur zum Mieten, alles in der Cloud... Da mache ich nicht mit.
Athomas
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Re: R auf dem Raspberry Pi installieren

Beitrag von Athomas »

Aaaber: Keiner meiner Rechner kann Win11
Für WSL 2 ist Windows 11 nicht erforderlich, ich habe das nur erwähnt, weil der betroffene Laptop es hat...
Ich besitze auch einen älteren PC mit Windows 10, da habe ich auch WSL und Ubuntu und R und... drauf, alles kein Problem.
Du rechnest wie gesagt - gefühlt - unter Windows, aber R/RStudio Server läuft unter Ububtu, was m.E. diverse Vorteile hat.
Dabei hast Du unter WSL auch Zugriff auf Deine Windows-Laufwerke (etwa als /mnt/d), was auch recht bequem ist.
Du musst Dich richtig anstrengen, um zu sehen, dass an R/RStudio "etwas nicht normal" ist (vgl. Screenshot)
WSL.jpg
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