Hallo,
nachdem meine Rückfrage zu Positron zu einer konkreten Veränderung in meinem Setup zu führen scheint, hänge ich eine ähnliche Frage gleich hintendran: Windows oder doch Linux?
Da man von mir Word und PowerPoint erwartet, ist es gar keine Frage, dass ich einen Windows-Rechner benutze. Aber man kann man jetzt mit WSL sehr gut Linux unter Windows benutzen und wenn ich jetzt probeweise auf VSCode umstelle, dann läuft das ja auch unter beiden Systemen.
Eigentlich hat mir unter Windows bisher fast nie was gefehlt. Okay, es gab ein paar Pakete für paralleles Rechnen die nur auf Linux parallel laufen. Aber vielleicht gibt es pain points, die mir einfach nie aufgefallen sind? Die Einbindung von ChatGPT in VSCode ist laut ChatGPT sehr viel unproblematischer unter Linux und sehr viel weniger ausgereift unter Windows. Dann gibt es diese ganzen alten Kommandozeilentools wie sed und awk, grep und curl, die ich nie verwendet habe und von denen ich deshalb auch nicht weiß, ob mir da was fehlt. Pakete von CRAN habe ich der Einfachheit halber einfach als fertige Binaries installiert und nicht neu kompiliert. Keine Ahnung, ob das irgendwie schlechter ist?
Mein bisheriger Eindruck war, dass Linux klare Vorteile hat, wenn man entweder Server betreut oder seine eigenen Extensions in Fortran schreibt.
Vielleicht habt Ihr Ideen und Meinungen dazu?
GLG,
Bernhard
Betriebssystem?
Betriebssystem?
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Programmiere stets so, dass die Maxime Deines Programmierstils Grundlage allgemeiner Gesetzgebung sein könnte
Programmiere stets so, dass die Maxime Deines Programmierstils Grundlage allgemeiner Gesetzgebung sein könnte
Re: Betriebssystem?
Ich nutze Linux schon seit Jahren.
Anfangs war es die der schmale Fußabdruck Ressourcenverbrauch von Linux (~500MB RAM) verglichen mit Windows (im GB Bereich) der ausschlaggebend war. R lädt nunmal alles in den RAM und bei großen daten zählt jedes freie byte. (Heutztage mit der cloud ist das egal - mietet man sich halt eine dicke Maschine...). Wieviel RAM nutzt Windows IDLE bei dir?
Heute nutze ich ein Rolling Release (https://de.wikipedia.org/wiki/Rolling_Release, arch in meinem Fall), weil mich diese großen update immer genervt haben (unter Windows wie auch unter Ubuntu) und hab seit Jahren ein stabiles System das einfach läuft und trotzdem immer uptodate ist.
Was für Linux spricht ist die Paketverwaltung (https://de.wikipedia.org/wiki/Paketverwaltung): Einfach eintippen welche Software ich haben möchte und in 2 Minuten hab ich sie. Nie wieder komsiche .exe irgendwoher ziehen die dann eledig veralten...
In der heutigen Zeit ist und wird unabhängigkeit immer wichtiger. Auch das ein Grund für Linux.
Allerding wenn man in C++ / Rust o.ä. entwickelt kann ich mir vorstellen, dass es unter Windows umständlicher ist (RTools...).
WSL2 ist nicht so leistungsfähig wie ein natives Linux, aber nutzbar und ein gute Kompromiss. Gut in VScode einzubinden.
Anfangs war es die der schmale Fußabdruck Ressourcenverbrauch von Linux (~500MB RAM) verglichen mit Windows (im GB Bereich) der ausschlaggebend war. R lädt nunmal alles in den RAM und bei großen daten zählt jedes freie byte. (Heutztage mit der cloud ist das egal - mietet man sich halt eine dicke Maschine...). Wieviel RAM nutzt Windows IDLE bei dir?
Heute nutze ich ein Rolling Release (https://de.wikipedia.org/wiki/Rolling_Release, arch in meinem Fall), weil mich diese großen update immer genervt haben (unter Windows wie auch unter Ubuntu) und hab seit Jahren ein stabiles System das einfach läuft und trotzdem immer uptodate ist.
Was für Linux spricht ist die Paketverwaltung (https://de.wikipedia.org/wiki/Paketverwaltung): Einfach eintippen welche Software ich haben möchte und in 2 Minuten hab ich sie. Nie wieder komsiche .exe irgendwoher ziehen die dann eledig veralten...
In der heutigen Zeit ist und wird unabhängigkeit immer wichtiger. Auch das ein Grund für Linux.
Meine Frau ist Lehrerin und nicht Technikaffin. Sie kommt mit freier Software wunderbar klar für ihre Arbeit (libreoffice, inkscape, ...). Man muss sich nur trauen... Bei ihr läuft auch ein rollinge release (manjaro in dem fall) - einmal die Woche auf den "Update" button drücken und fertig.Da man von mir Word und PowerPoint erwartet, ist es gar keine Frage, dass ich einen Windows-Rechner benutze.
Nein ist nicht schlechter. Ich nutze unter Linux auch die binaries (via rspm oder r2u) da schneller zu installieren.Binaries installiert und nicht neu kompiliert. Keine Ahnung, ob das irgendwie schlechter ist?
Allerding wenn man in C++ / Rust o.ä. entwickelt kann ich mir vorstellen, dass es unter Windows umständlicher ist (RTools...).
WSL2 ist nicht so leistungsfähig wie ein natives Linux, aber nutzbar und ein gute Kompromiss. Gut in VScode einzubinden.
Bitte immer ein reproduzierbares Minimalbeispiel angeben. Meinungen gehören mir und geben nicht die meines Brötchengebers wieder.
Dieser Beitrag ist lizensiert unter einer CC BY 4.0 Lizenz
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.Re: Betriebssystem?
Hallo EDi,
das ist ein interessanter Aspekt. Über freigegbenen Speicher habe ich nie nachgedacht - mein Problem ist ja immer eher, dass jemand auf der Glatze von 20 beobachteten Patienten große statistische Locken gedreht haben will. Oder auch mal aus 120, dafür aber mit zehn Einflussgrößen.
Ich habe gerade ChatGPT gefragt, wie ich herauskriege, wieviel RAM Windows verbraucht und das hier erfahren:
Nutzt Du denn mit Deinen großen Datenmengen unter Linux jemals diese alten Kommandozeilentools (sed, awk, grep, ...), oder passiert das alles in R oder in der Datenbank? Es gibt da dieses Buch, das mich von der Idee her wirklich interessieren würde. Aber dann frage ich mich, warum ich große Datenmengen überhaupt als Textformat vorhalten sollte und nicht beispielsweise in duckdb. Das dürfte mit Binärdaten und Indexin das effizienteste Kommandozeilentool abhängen und fügt sich besser in einen R Workflow ein.
GLG,
Bernhard
das ist ein interessanter Aspekt. Über freigegbenen Speicher habe ich nie nachgedacht - mein Problem ist ja immer eher, dass jemand auf der Glatze von 20 beobachteten Patienten große statistische Locken gedreht haben will. Oder auch mal aus 120, dafür aber mit zehn Einflussgrößen.
Ich habe gerade ChatGPT gefragt, wie ich herauskriege, wieviel RAM Windows verbraucht und das hier erfahren:
Mir fehlt der Sachverstand, um das einzuordnen. Für so kleine Stickproben gewinne ich zunehmend die Überzeugung, dass man dem mit Bayes-Statistik begegnen muss. Wenn das MCMC-Sampling heißt, muss der Rechner trotzdem arbeiten, aber RAM wird nicht zum Flaschenhals.5. „Wie viel verbraucht Windows selbst?“ – realistisch betrachtet
Das ist nicht exakt trennbar, weil:
- Windows nutzt RAM aggressiv als Cache
- „freier RAM“ ist absichtlich gering
- Standby-RAM wird sofort freigegeben, wenn nötig
[...]
6. Typischer Denkfehler
„Windows belegt zu viel RAM“
Nein:
- ungenutzter RAM ist verschwendeter RAM
- Cache = Performancegewinn
- kritisch ist Commit-Limit, nicht Standby-RAM
Ich bin in Windows kürzlich über scoop gestolpert, was das gleiche verspricht aber manchmal nicht ganz erfüllt. Im Rahmen meiner probatorischen Umstellung auf VSCode habe ich auch das über Scoop installiert und ein paar komische Effekte mit nicht stabil überschreibbaren Konfigurationsdateien gehabt. Jedenfalls werden VSCode und R und RTools jetzt wieder ohne scoop installiert während ein paar andere Sachen weiter über scoop laufen. Habe jetzt gelernt, dass die über scoop installierten Softwareordner nicht in den PATH eingebunden werden, dafür dann aber ein einziger Ordner vorliegt, der in den Pfad eingebunden wird und in dem liegen dasn "Shims", also Weiterleitungen. Da hast Du dann ein "git.exe" liegen, das aber gar nicht das wirkliche exectable ist, sondern nur ein alias. Ich weiß noch nicht, ob mir das nicht alles zuviel Magie ist.Was für Linux spricht ist die Paketverwaltung (https://de.wikipedia.org/wiki/Paketverwaltung): Einfach eintippen welche Software ich haben möchte und in 2 Minuten hab ich sie.
Kein Zweifel, dass LibreOffice alles könnte, was ich brauche, aber so leicht ist das einfach nicht. Ich habe einmal den Fehler gemacht, als geladener Vortragender meine Folien auf PDF mitzubringen. Beinahe hätte ich nicht präsentieren können. Aber dann sind kurz vor Beginn drei Akademiker mir zuliebe wie die wilden Hühner herumgerannt und haben irgendwie einen PDF-Reader auf diesen Rechner gespielt. Ist einige Jahre her, aber wenn nicht klar ist, dass ich meinen eigenen Rechner nutzen darf, dann mache ich kein PDF und kein HTML. Das brauche ich nicht nochmal. Bei unseren Kongressen wird genau ein Format zur Einreichung akzeptiert, und das ist Powerpoint. Und unsere Journals würden sich eine Latex-Einreichung gar nicht erst anschauen. Da kann man überhaupt nur Word hochladen. Und nein, so weit ist die Kompatibilität von LibreOffice und MSOffice noch nicht, dass ich mit aus LibreOffice exportierten pptx irgendwo anreisen würde. Komischerweise scheint bei Postern PDF durchaus akzeptabel zu sein. Vielleicht wegen der Schriftarteneinbettung?Sie kommt mit freier Software wunderbar klar für ihre Arbeit (libreoffice, inkscape, ...). Man muss sich nur trauen..
Genau da gibt es ja (mindestens) zwei Möglichkeiten: Ich kann entweder in VSCode ein Terminal mit WSL laufen lassen oder ich kann VSCode unter WSL installieren. Im einen Fall ist WSL in VSCode eingebunden, im anderen Fall ist VSCode in WSL eingebunden.WSL2 ist nicht so leistungsfähig wie ein natives Linux, aber nutzbar und ein gute Kompromiss. Gut in VSCode einzubinden
Nutzt Du denn mit Deinen großen Datenmengen unter Linux jemals diese alten Kommandozeilentools (sed, awk, grep, ...), oder passiert das alles in R oder in der Datenbank? Es gibt da dieses Buch, das mich von der Idee her wirklich interessieren würde. Aber dann frage ich mich, warum ich große Datenmengen überhaupt als Textformat vorhalten sollte und nicht beispielsweise in duckdb. Das dürfte mit Binärdaten und Indexin das effizienteste Kommandozeilentool abhängen und fügt sich besser in einen R Workflow ein.
GLG,
Bernhard
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Programmiere stets so, dass die Maxime Deines Programmierstils Grundlage allgemeiner Gesetzgebung sein könnte
Programmiere stets so, dass die Maxime Deines Programmierstils Grundlage allgemeiner Gesetzgebung sein könnte